Ein Verlust trifft Sie oft unvermittelt. In dieser Zeit ist es hilfreich, wenn die Dinge rund um Formalitäten und Dokumente so geordnet wie möglich sind. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Rechtliche Unterlagen und Formalitäten vorbereiten, damit Sie im Ernstfall handlungsfähig bleiben und Entscheidungen ohne zusätzliche Belastung treffen können. Wir führen Sie Schritt für Schritt durch die wichtigsten Dokumente, Abläufe und praktischen Tipps – verständlich, empathisch und praxisnah.
Damit Sie schnell handlungsfähig werden, haben wir ergänzende Hilfestellungen und praktische Angebote zusammengestellt, die Ihnen helfen, erste organisatorische Hürden zu nehmen und gleichzeitig Raum für die persönliche Trauer zu lassen. Kleine Schritte jetzt ersparen später viel Zeit und zusätzliche Belastung.
Wenn Sie bei der Planung konkret Unterstützung benötigen, finden Sie detaillierte Hinweise zum Ablauf, etwa einen klaren Ablaufplan und Koordination der Beerdigung, der hilft, Aufgaben zu verteilen und Termine zu koordinieren. Ergänzend bietet unsere Seite zur Bestattungsberatung und Organisationshilfe praktische Beratung für alle organisatorischen Fragen. Für die finanzielle Seite empfehlen wir zudem den Beitrag Kostenplanung und Budgetverwaltung bei Beerdigung, der Kostenpunkte systematisch aufschlüsselt und Sparmöglichkeiten aufzeigt.
Wichtige rechtliche Unterlagen im Todesfall frühzeitig sammeln
Je besser Sie vorbereitet sind, desto weniger Entscheidungskraft müssen Sie in einer ohnehin schweren Zeit aufbringen. Sammeln Sie deshalb frühzeitig alle relevanten Unterlagen und halten Sie fest, wo diese aufbewahrt werden. Das spart Zeit, reduziert Stress und verhindert Fehler.
Welche Dokumente gehören in die Nachlassakte?
- Personalausweis oder Reisepass des/der Verstorbenen
- Geburtsurkunde, Heiratsurkunde oder Lebenspartnerschaftsregister
- Testament, Erbvertrag, Kopien von Verfügungen
- Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung
- Bankunterlagen: Kontonummern, Depots, Kredite, Kreditkartenverträge
- Versicherungsverträge (Lebensversicherung, Sterbegeld, Unfallversicherung)
- Rentenbescheide, Lohn-/Gehaltsabrechnungen, Rentenversicherungsnummer
- Immobilienunterlagen, Grundbuchauszüge, Mietverträge
- Fahrzeugpapiere, Versicherungsnachweise
- Steuerunterlagen und letzte Steuererklärungen
- Unternehmensunterlagen, Gesellschaftsverträge, Gesellschafterlisten
- Liste digitaler Konten und Hinweise zur Aufbewahrung von Zugangsdaten
Aufbewahrungsorte und Zugriffsregelung
Bewahren Sie die Nachlassakte an einem sicheren, aber erreichbaren Ort auf. Möglichkeiten:
- Notar oder Anwalt: sicher und rechtlich abgesichert.
- Banksafe: physische Dokumente geschützt vor Brand und Diebstahl.
- Sicherer digitaler Tresor oder Passwort-Manager mit Nachlassfunktion.
- Ein vertrauter Angehöriger weiß, wo die Unterlagen liegen (schriftliche Zustimmung empfohlen).
Wichtig: Notieren Sie, wer im Notfall informiert werden soll und wer Zugang zu welchen Dokumenten erhält. Das erspart langwierige Suchaktionen.
Checkliste: Rechtliche Schritte nach dem Todesfall
Wenn der Fall eintritt, hilft eine strukturierte Checkliste. Chronologisch geordnet können Sie so Prioritäten setzen. Hier finden Sie eine erweiterte Übersicht mit Hinweisen, was besonders dringend ist.
Unmittelbar (erste 24–72 Stunden)
- Arzt oder Notfallteam informieren, Todesbescheinigung sicherstellen.
- Bestatter kontaktieren; bei unklarer Todesursache Polizei oder Staatsanwaltschaft verständigen.
- Wichtige Angehörige benachrichtigen und erste Entscheidungen zur Abschiedsfeier treffen.
Innerhalb einer Woche
- Sammeln Sie die Dokumente aus der Nachlassakte.
- Sterbeurkunde beim Standesamt beantragen – bestellen Sie mehrere beglaubigte Exemplare.
- Informieren Sie Arbeitgeber, Vermieter, behandelnde Ärzte, Vereine und Bekannte.
- Melden Sie den Todesfall bei Renten- und Krankenkasse.
In den nächsten 2–6 Wochen
- Testamentseröffnung beim Nachlassgericht veranlassen (Notar kann helfen).
- Erbschein beantragen, falls erforderlich (z. B. bei Banken ohne notarielles Testament).
- Konten und Depots bei der Bank melden; Kontensperrung beachten.
- Abmeldungen und Kündigungen: Abos, Mitgliedschaften, Telefon/Internet.
Innerhalb von 3–12 Monaten
- Erbschaftssteuerklärung prüfen und einreichen (Fristen beachten).
- Immobilien und Grundbuchangelegenheiten regeln; Eigentumsübertragung vorbereiten.
- Schulden und Gläubigeransprüche sortieren und begleichen oder abweisen.
Längerfristig
- Nachlassverteilung umsetzen, ggf. Verkauf von Vermögenswerten organisieren.
- Erbstreitigkeiten außergerichtlich klären oder anwaltlich bearbeiten.
- Dokumentation abschließen und Nachlassakte archivieren.
Testament, Erbschaft und Pflichtteil – Grundlegende Informationen
Ein Testament gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihren Willen klar zu äußern. Doch was ist zu beachten? Welche Form ist sicher? Und wie wirkt sich das auf den Pflichtteil aus? Hier erhalten Sie kompakte Antworten, ohne juristischen Ballast.
Formen des Testaments
- Eigenhändiges Testament: Vollständig handgeschrieben, mit Datum und Unterschrift. Kostengünstig, aber fehleranfällig.
- Notarielles Testament: Rechtswirksam und sicher, besonders bei komplexen Fällen oder Auslandsbezug. Der Notar verwahrt und meldet es; oft die bessere Wahl.
- Erbvertrag: Vertragliche Bindung zwischen Parteien; besonders dann sinnvoll, wenn mehrere Personen langfristige Vereinbarungen treffen möchten.
Erbschein, Testamentseröffnung und Nachlassabwicklung
Kein Testament? Dann gilt die gesetzliche Erbfolge. Liegt ein Testament vor, wird es vom Nachlassgericht eröffnet. Ein Erbschein ist erforderlich, wenn Banken und Behörden einen Nachweis für Erben benötigen. Beachten Sie: manche Institute akzeptieren ein notarielles Testament ohne Erbschein.
Pflichtteil – kurz erklärt
Der Pflichtteil schützt nahe Angehörige. Selbst wenn Sie im Testament jemanden enterben, können bestimmte nahe Verwandte Anspruch auf einen Pflichtteil geltend machen. Er besteht aus einem Geldanspruch, nicht aus konkreten Gegenständen. Beratung durch einen Rechtsanwalt kann hier Klarheit schaffen.
Digitaler Nachlass: Zugangsdaten, Accounts und Passwörter sicher verwalten
Unsere digitale Welt hinterlässt Spuren. E‑Mails, Fotos, Social‑Media‑Profile, Abos und sogenannte „Kryptoguthaben“ – all das gehört zum Nachlass. Wer frühzeitig plant, verhindert Chaos und schützt die Privatsphäre der Verstorbenen.
Was gehört in die Liste des digitalen Nachlasses?
- E‑Mail‑Konten und Zugänge zu sozialen Netzwerken
- Cloud‑Speicher, Fotoarchive und digitale Backup‑Daten
- Onlinebanking, Zahlungsdienstleister, Bezahldienste
- Abonnements (Streaming, Zeitschriften, Software)
- Kryptowährungen: Wallet‑Adressen und Seed‑Phrasen
- Geräte mit Zugriffsschutz: Smartphone, Tablet, Laptop
Sichere Aufbewahrung – so geht’s richtig
Notieren Sie Konten und Anbieter, aber niemals Passwörter unverschlüsselt. Nutzen Sie stattdessen:
- Passwort‑Manager mit Nachlassfunktion (vertrauenswürdig auswählen).
- Verschlüsselte USB‑Sticks oder Briefe im Banksafe.
- Klare Vollmachten: Benennen Sie in der Vorsorgevollmacht eine Person, die sich um digitale Konten kümmert.
Viele Dienste bieten mittlerweile eine Möglichkeit, einen Nachlasskontakt zu benennen oder Konten als „inaktiv“ zu verwalten. Prüfen Sie die Richtlinien Ihrer wichtigsten Anbieter.
Kryptowährungen: besonders sensibel
Ohne Zugriff auf Private Keys sind Krypto‑Werte verloren. Notieren Sie Seed‑Phrasen sicher, überlegen Sie, wer die Verantwortung übernimmt, und legen Sie eindeutige Anweisungen ab.
Behördliche Formalitäten: Sterbeurkunde, Meldungen und Bestattungsformalitäten
Die Sterbeurkunde ist das zentrale Dokument für viele weitere Schritte. Bestellen Sie mehrere beglaubigte Exemplare; Banken, Versicherungen und Behörden verlangen oft Originale.
Welche Behörden müssen informiert werden?
- Standesamt: Ausstellung der Sterbeurkunde.
- Einwohnermeldeamt: Abmeldung des Verstorbenen.
- Krankenkasse: Abmeldung und Klärung von Ansprüchen.
- Deutsche Rentenversicherung: Hinterbliebenenrenten prüfen und beantragen.
- Finanzamt: Steuerfragen und Erbschaftssteuer.
- Arbeitgeber: Lohnabrechnung und Ansprüche prüfen.
Bestattungsformalitäten – was ist zu regeln?
Die Wahl der Bestattungsart beeinflusst Kosten und Ablauf. Klären Sie frühzeitig:
- Erdbestattung oder Feuerbestattung?
- Ort der Bestattung (Friedhof, Naturbestattung, Seebestattung)?
- Gestaltung der Trauerfeier, Einladungsliste, Trauerredner.
- Grabpflege, Vertragslaufzeiten und Kosten.
Besprechen Sie solche Fragen mit dem Bestattungsunternehmen – seriöse Anbieter klären transparent über Kosten und Möglichkeiten auf.
Versicherungen, Bestattungskosten und finanzielle Unterstützung – Unterlagen vorbereiten
Gute Organisation erleichtert die finanzielle Nachlassbearbeitung. Rechtzeitiges Sammeln der Versicherungsunterlagen kann die Auszahlung beschleunigen und verhindert unnötige Ausgaben.
Welche Versicherungen sind relevant?
- Lebensversicherung: Anspruch prüfen und Leistungen beantragen.
- Sterbegeldversicherung: meist zweckgebunden für Bestattungskosten.
- Unfallversicherung oder private Rentenversicherungen.
- Hausrat‑/Haftpflichtversicherungen (für laufende Risiken).
Bestattungskosten: wer trägt was?
Die Kosten für Bestattung und Trauerfeier werden in der Regel aus dem verfügbaren Nachlass beglichen. Reichen die Mittel nicht aus, gibt es in vielen Gemeinden die Möglichkeit, Hilfe beim Sozialamt zu beantragen (so genannte Sozialbestattung). Bewahren Sie alle Rechnungen und Belege auf – sie sind wichtig für Erben und Behörden.
Renten, Hinterbliebenenleistungen und Fristen
Melden Sie den Todesfall zeitnah bei der Deutschen Rentenversicherung. Anspruch auf Witwen‑/Witwerrenten oder Waisenrenten bestehen unter bestimmten Voraussetzungen. Halten Sie Heiratsurkunden, Geburtsurkunden der Kinder und Kontodaten bereit, um Fristen einzuhalten.
Schulden und Haftung der Erben
Erben haften grundsätzlich für die Verbindlichkeiten des Verstorbenen. Es besteht die Möglichkeit, die Erbschaft auszuschlagen – eine Entscheidung, die Fristen und Konsequenzen hat. In Deutschland beträgt die reguläre Ausschlagungsfrist sechs Wochen, in bestimmten Fällen bis zu sechs Monate. Lassen Sie sich beraten, bevor Sie entscheiden.
Unterstützung durch Trauerbegleiter: Rechtliche Orientierung in schweren Zeiten
Trauerbegleiter sind keine Juristen, aber sie können Ihnen enorme Erleichterung verschaffen: emotional, organisatorisch und orientierend. Wenn Sie sich überfordert fühlen, ist das völlig normal. Trauerbegleiter helfen, Schritt für Schritt wieder handlungsfähig zu werden.
Was Trauerbegleiter konkret leisten können
- Erstellen einer priorisierten Aufgabenliste und Terminplanung.
- Begleitung zu Behörden und Terminen, wenn Sie Unterstützung möchten.
- Vermittlung von Kontakten: Anwälte, Notare, Steuerberater oder spezialisierte Berater.
- Emotionale Stabilisierung: Raum geben für Trauer und gleichzeitig Orientierung bieten.
Wann professionelle juristische Beratung sinnvoll ist
Bei komplexen Vermögensverhältnissen, Unternehmensnachfolge, Auslandsvermögen oder langjährigen Streitigkeiten ist eine fachliche Beratung durch einen Fachanwalt für Erbrecht oder einen Notar dringend zu empfehlen. Trauerbegleiter können den Weg ebnen und helfen, die richtigen Ansprechpartner zu finden.
Praktische Tipps: So bereiten Sie alles einfach und sicher vor
Zum Abschluss noch eine übersichtliche Sammlung praktischer Tipps, die Sie sofort umsetzen können. Kleinere Schritte heute ersparen später viel Arbeit.
- Erstellen Sie eine zentralisierte Nachlassakte (physisch + digital) mit Inhaltsverzeichnis.
- Nutzen Sie Checklisten und ordnen Sie Dokumente chronologisch.
- Benennen Sie eine Vertrauensperson für Notfälle und informieren Sie diese schriftlich.
- Überprüfen Sie Ihre Vorsorgevollmacht und Regentrolle regelmäßig.
- Halten Sie Fristen im Blick: Ausschlagungsfrist, Fristen für Steuererklärungen und Anträge.
- Dokumentieren Sie alle Schritte schriftlich: Notizen, E‑Mails, Telefonprotokolle.
- Bewahren Sie mehrere beglaubigte Kopien der Sterbeurkunde auf.
FAQ – Häufig gestellte Fragen und Antworten
Welche Dokumente sollte ich sofort sammeln, wenn jemand verstorben ist?
Sammeln Sie unmittelbar Ausweis, Geburts- und Heiratsurkunden, eventuelle Testamente, Vorsorgevollmachten, Sterbeurkunden und Bankunterlagen. Notieren Sie außerdem Versicherungsverträge und Rentenbescheide. Diese Unterlagen sind erforderlich, um Sterbeurkunden zu beantragen, Versicherungen zu informieren und Zahlungen oder Sperrungen bei Banken zu veranlassen. Eine gut gefüllte Nachlassakte erleichtert alle folgenden Schritte erheblich.
Wie viele Sterbeurkunden sollte ich bestellen und warum?
Bestellen Sie in der Regel 6–10 beglaubigte Sterbeurkunden. Banken, Versicherungen, Rentenstellen, das Grundbuchamt und Arbeitgeber verlangen oft ein Original. Es ist teurer und zeitaufwendig, später nachzubestellen, daher ist es praktisch, gleich mehrere Exemplare zu haben. Dokumentieren Sie, wohin welche Kopie gesendet wurde, damit Sie den Überblick behalten.
Wo finde ich ein Testament, wenn es nicht offensichtlich aufbewahrt wurde?
Fragen Sie nahe Angehörige, Notare oder den Hausanwalt des Verstorbenen. Notarielle Testamente sind meist beim Nachlassgericht registriert. In Deutschland kann das Zentrale Testamentsregister Hinweise geben, falls ein Notar das Testament hinterlegt hat. Prüfen Sie auch Banksafes und private Tresore sowie Unterlagen in der Wohnung.
Muss ich einen Erbschein beantragen und wann ist das nötig?
Ein Erbschein ist dann erforderlich, wenn kein notarielles Testament vorhanden ist oder Banken und Behörden das Testament nicht als ausreichenden Nachweis akzeptieren. Wenn Sie als Erbe Zugriff auf Konten oder Grundbucheinträge benötigen, fordern viele Institute einen Erbschein. Ein Notar oder Rechtsanwalt kann prüfen, ob in Ihrem Fall ein Erbschein nötig ist.
Was ist der Pflichtteil und wie kann man ihn geltend machen?
Der Pflichtteil ist ein gesetzlicher Geldanspruch naher Angehöriger (z. B. Kinder, Ehepartner), selbst wenn diese im Testament benachteiligt wurden. Er entspricht einem bestimmten Bruchteil des gesetzlichen Erbteils. Um den Pflichtteil zu verlangen, sollten Sie Fristen und Voraussetzungen prüfen und häufig anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, um die Höhe korrekt berechnen und durchsetzen zu lassen.
Haften Erben für Schulden des Verstorbenen?
Ja, grundsätzlich haften Erben für Verbindlichkeiten des Verstorbenen, allerdings nur bis zum Wert des geerbten Vermögens. Sie haben die Möglichkeit, die Erbschaft auszuschlagen, wenn Schulden überwiegen. In Deutschland gibt es dafür Fristen (in vielen Fällen sechs Wochen). Lassen Sie sich rechtlich beraten, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
Wie gehe ich mit digitalen Konten und Passwörtern um?
Erstellen Sie eine Inventarliste der wichtigsten Konten (E‑Mail, soziale Netzwerke, Cloud, Onlinebanking) und nutzen Sie einen Passwort‑Manager mit Nachlassfunktion oder einen sicheren, verschlüsselten Speicherort. Benennen Sie eine Person in der Vorsorgevollmacht, die den digitalen Nachlass verwaltet. Prüfen Sie außerdem Service‑Regelungen der Anbieter, manche erlauben das Benennen eines Nachlasskontakts oder bieten spezielle Verfügungen an.
Wie beantrage ich Zahlungen von Lebensversicherungen oder Sterbegeld?
Informieren Sie die Versicherung umgehend und reichen Sie die Sterbeurkunde sowie den Versicherungsvertrag ein. Halten Sie außerdem Ihre Kontodaten bereit. Versicherungen prüfen eingereichte Unterlagen und zahlen an die benannte Person oder den Erben aus. Informieren Sie sich über Ausschlussgründe und Fristen, denn ungeklärte Angaben können die Auszahlung verzögern.
Wer trägt die Bestattungskosten und was ist eine Sozialbestattung?
In der Regel werden Bestattungskosten aus dem Nachlass getragen. Reichen die Mittel nicht aus, kann das Sozialamt eine sogenannte Sozialbestattung übernehmen, die jedoch meist nur eine einfache Bestattung umfasst. Es lohnt sich, frühzeitig nach Versicherungen oder Bestattungsvorsorge zu prüfen und alle Belege aufzubewahren, um Ansprüche oder Kostenerstattungen nachweisen zu können.
Welche Fristen sind besonders wichtig (Erbschaft, Steuer, Renten)?
Wichtige Fristen sind: Ausschlagungsfrist der Erbschaft (in Deutschland meist sechs Wochen), Fristen für Erbschaftssteuererklärungen und die Meldefristen bei Rentenversicherungen. Bei Auslandsbezug oder komplexen Vermögensverhältnissen können abweichende Fristen gelten. Prüfen Sie Fristen frühzeitig und holen Sie bei Unsicherheit professionelle Beratung ein, damit keine Fristen versäumt werden.
Wann sollte ich einen Anwalt oder Notar einschalten?
Schalten Sie einen Anwalt oder Notar ein bei komplexen Vermögen, Immobilien, Unternehmensanteilen, internationalen Sachverhalten oder wenn Erbstreitigkeiten absehbar sind. Notare sind besonders sinnvoll für Testamentsgestaltung und Beurkundungen; Fachanwälte für Erbrecht helfen bei Auseinandersetzungen, Pflichtteilsfragen und Nachlassabwicklung. Frühe Beratung kann Zeit und Kosten sparen.
Wie kann Unmakers konkret unterstützen?
Unmakers bietet emotionale Begleitung, praktische Checklisten und Vermittlung zu professionellen Dienstleistern an. Unsere Bestattungsberatung und Organisationshilfe unterstützt bei Ablaufplanung, Kostenerstellung und organisatorischer Koordination; zusätzlich finden Sie bei uns Vorlagen und Orientierung, damit Sie in Ruhe Entscheidungen treffen können. Scheuen Sie sich nicht, Unterstützung anzufragen.
Abschluss und Ermutigung
Rechtliche Unterlagen und Formalitäten vorbereiten mag auf den ersten Blick trocken erscheinen. Doch eine gute Vorbereitung schenkt Ihnen und Ihren Angehörigen später Zeit, um zu trauern – ohne zusätzlich bürokratische Hürden. Wenn Sie heute kleine Schritte gehen, erleichtern Sie zukünftige Entscheidungen erheblich. Nehmen Sie Unterstützung an, planen Sie strukturiert und denken Sie daran: Sie müssen das nicht allein bewältigen. Bei Unmakers finden Sie weitere Unterstützung und hilfreiche Vorlagen, die speziell auf Trauerfälle abgestimmt sind. Bleiben Sie zugewandt zu sich selbst – und handeln Sie zugleich verantwortungsbewusst zum Schutz Ihrer Liebsten.


